Empreintes
- 28. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Verein: Freyja asbl
Gefördertes Projekt: EmpreinteS

Wenn Kino soziale Kontakte ermöglicht
Für viele ältere Menschen in Pflegeheimen ist Kultur oft unzugänglich. Diese Erkenntnis führte zur Gründung von Freyja asbl, einem belgischen Verein, der Ausgrenzung bekämpft, indem er Kino und Kunst als Instrumente der sozialen Inklusion nutzt.
Das neue Projekt EmpreinteS erfüllt diese Mission voll und ganz: Es ist ein mobiles Kino, das direkt zu den Bewohnern von Einrichtungen wie dem Pflegeheim „Parc de la Cense“ in Waterloo kommt. Das Ziel ist ebenso einfach wie ambitioniert: die Magie des Kinos zu denjenigen zu bringen, die davon ausgeschlossen sind, und Momente des Miteinanders, des Dialogs und gemeinsamer Emotionen zu schaffen.
Ein Programm mit und für die Bewohner
Im Laufe eines Jahres bietet EmpreinteS zehn Vorführungen speziell ausgewählter Filme sowie drei partizipative Programmworkshops an. In diesen Workshops können die Bewohner sich ausdrücken, ihre Vorlieben, Erinnerungen und Wünsche teilen und das Programm gemeinsam gestalten. Jede Stimme zählt, jeder Wunsch wird berücksichtigt.
Das Projekt beschränkt sich nicht nur auf die Filmvorführungen. Im Anschluss an jede Vorführung findet eine vom Team geleitete Diskussion statt, um Gespräche anzuregen, Erinnerungen zu wecken und soziale Bindungen zu stärken. Dank dieses regelmäßigen Ablaufs werden die Vorführungen zu festen Bestandteilen im Alltag der Bewohner und schaffen eine kulturelle Kontinuität, die über die einmalige Veranstaltung hinausreicht.
Ein immersives und inklusives Erlebnis
Freyja asbl setzt alles daran, ein echtes Kinoerlebnis zu bieten: professionelle Projektionstechnik, optimale Bild- und Tonqualität und vor allem
ein Ansatz, der das Wohnumfeld der Bewohner respektiert. Die Räumlichkeiten des Seniorenheims werden für die Dauer einer Vorführung verwandelt und schaffen so die Atmosphäre eines Kinos.
Insgesamt profitieren fast 500 Senioren von dem Projekt. Doch die Wirkung reicht weit über die Mauern des Seniorenheims hinaus: Auch die Pflegeteams, Freiwilligen und die gesamte Vereinsgemeinschaft (rund 5.000 Menschen über die Kommunikationskanäle) werden für das Recht auf Kultur für alle sensibilisiert.



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