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Damien Pipart

  • 26. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Gemeinsames Interview – On Seniors Side Foundation und Voisins & Soins


Wie sind Sie zu dieser Zusammenarbeit gekommen?


Ich bin über die Stiftung „On Seniors’ Side“ auf Voisins & Soins (Nachbarn & Fürsorge) aufmerksam geworden. Die Organisation hatte einen Förderantrag gestellt, und im Rahmen ihres internen Prozesses muss jedes Projekt von einem Mitarbeiter der Unternehmensgruppe unterstützt werden, der dann die Patenschaft übernimmt.


Nachdem ich mehr über die Organisation erfahren hatte, war ich von der Relevanz ihrer Arbeit zutiefst überzeugt. Besonders berührt hat mich ihr ganzheitlicher Ansatz in der Unterstützung, die enge Zusammenarbeit mit schwer kranken oder am Lebensende befindlichen Menschen. Es geht nicht nur um technische Aspekte, sondern um menschliche Präsenz, die das Ethos der Stiftung perfekt widerspiegelt: die Förderung engagierter Projekte dort, wo der Bedarf am größten ist. All diese Gründe haben mich dazu bewogen, mich persönlich zu engagieren.


Was hat Sie dazu bewogen, die Organisation zu unterstützen?


Meine beruflichen und privaten Erfahrungen haben mich immer wieder mit Situationen der Palliativversorgung konfrontiert. Dabei habe ich beobachtet, dass es jenseits medizinischer Maßnahmen ein grundlegendes Bedürfnis gibt: das Bedürfnis nach täglicher menschlicher Präsenz, nach Zuhören und nach gemeinsamer Zeit.


Menschen in der Palliativversorgung sind meist älter und daher besonders anfällig für Isolation. Angesichts der angespannten medizinischen Lage und der Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung in der häuslichen Pflege können selbst engagierte Fachkräfte diese Unterstützung nicht allein leisten. Genau hier kommt der Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle zu. Das Projekt „Voisins & Soins“ (Nachbarn & Fürsorge) hat mich überzeugt, weil es das Gesundheitssystem nicht ersetzt, sondern es durch die Mobilisierung geschulter und unterstützter ehrenamtlicher Nachbarn ergänzt.


Wenn Sie sagen, dass die Zivilgesellschaft eine Rolle zu spielen hat, was genau meinen Sie damit?


Für mich ist das Lebensende eine Lebensphase. Und im Begriff „Lebensende“ steht zuallererst das Wort „Leben“. Zum Leben gehört es, einen Geburtstag zu feiern, ein Stück Kuchen zu teilen, Karten zu spielen oder sich zu unterhalten. Das sind einfache Momente, die nicht verloren gehen sollten. Oft ist es nicht nur die Krankheit, die sie verhindert, sondern auch der Verlust der Mobilität und die Einsamkeit.


Um einen Rollstuhl zu schieben oder einen Snack zu teilen, braucht man keine besonderen Qualifikationen: Man braucht Aufmerksamkeit. Was ich an Voisins & Soins (Nachbarn & Fürsorge) besonders schätze, ist das von ihnen bereitgestellte Rahmenkonzept. Freiwillige werden nicht sich selbst überlassen, sondern erhalten Schulungen und Unterstützung. Diese Vorbereitung gibt ihnen Sicherheit und das nötige Selbstvertrauen für ihr Handeln. Die Organisation macht dieses Engagement möglich, zugänglich und sicher.


Was genau ermöglicht die Unterstützung der Stiftung?


Sélène Lagache (Voisins & Soins):


„Dank der Unterstützung der Stiftung konnten wir zwei wesentliche Säulen stärken: die Schulung unserer Freiwilligen und die psychologische Betreuung der von uns betreuten Menschen und ihrer Familien.“


Dadurch wurde Folgendes ermöglicht:


  • Die Stärkung und Professionalisierung der Schulungen (30 Stunden pro neuem Freiwilligen).

  • Der Aufbau eines Systems psychologischer Unterstützung für Betreute und Angehörige.


„Wir sind der Damartex-Gruppe für ihr Engagement sehr dankbar. Es zeigt, dass ein gesundes Altern eine gemeinsame Verantwortung ist, die nun das Engagement weiterer Akteure erfordert.“


Und wie sieht die Zukunft aus?


Meine Rolle als Förderin endet nicht mit der finanziellen Unterstützung: Ein Projekt zu unterstützen bedeutet auch, es zu begleiten. Ich werde den Fortschritt eng verfolgen und mich so gut wie möglich einbringen.


→ Über die finanzielle Förderung hinaus ist die Partnerschaft Teil einer nachhaltigen Zusammenarbeit: interne Sensibilisierung, Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Freiwilligenschulung und regionale Entwicklung.

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