Wenn die Stiftung den Verein „Was wirklich zählt“ besucht
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
„Jede Geschichte zählt“: Junge Menschen ergreifen die Feder für unsere Älteren
Anfang 2026 hatten wir die Freude, das Pflegeheim Isabeau in Roubaix zu besuchen und im Rahmen des Projekts „Jede Geschichte zählt“ einen Jugendlichen und einen Bewohner zu interviewen.
Enzo Lézier, Schüler der ersten Klasse des Gymnasiums Saint Rémi in Roubaix, und Jacques Van Mullen, ein Bewohner des Pflegeheims, beantworteten gerne unsere Fragen. Dank ihrer Begeisterung konnten wir die konkrete Wirkung dieser generationsübergreifenden Initiative, die von unserer Stiftung „On Seniors' Side“ unterstützt wird, nachempfinden.
Eine Brücke zwischen den Generationen durch Lebensgeschichten
Das Projekt bietet ein einzigartiges menschliches und redaktionelles Abenteuer: Freiwillige Schüler treffen sich mit Bewohnern des Pflegeheims, um deren Erinnerungen zu sammeln und ihre Lebensgeschichten aufzuschreiben.

Ein Schuljahr lang begleiten diese Jugendlichen ihre älteren Mitbürger mit wöchentlichen Besuchen und fungieren als „Erinnerungsbewahrer“. Diese Arbeit des Zuhörens und Schreibens gipfelt in der Veröffentlichung eines Buches, das am Ende des Jahres feierlich überreicht wird. Das Ziel ist klar: die soziale Isolation zu durchbrechen und Senioren einen zentralen und wertvollen Platz in der Gesellschaft zurückzugeben.
Das Interview: „Weit mehr als ein Projekt – ein Band des Vertrauens“
Während unseres Treffens teilten Enzo und Jacques ihre Erfahrungen mit großer Rührung. Hier die wichtigsten Punkte dieses Austauschs:
Eine unerwartete Freundschaft: Die Besuche gingen weit über das Schulprojekt hinaus. Jacques wurde für Enzo „ein Freund, ein Familienmitglied“.
Wissensweitergabe: Für Jacques brachte Enzos Anwesenheit „einen Hauch von Jugend“ mit sich und ermöglichte es ihm, wertvolle Anekdoten zu teilen, die er sonst vielleicht für sich behalten hätte.
Gegenseitige Bereicherung: Neben dem Schreiben der geplanten 90 Seiten erklärte Enzo, dass er in dieser Zeit viel über das Leben gelernt und ein tiefes Einfühlungsvermögen entwickelt habe.
Vertrauen als Schlüsselwort: Auf die Frage, wie sie ihre Partnerschaft in einem Wort beschreiben würden, antworteten Jacques und Enzo wie aus einem Mund: „Vertrauen!“
Bedeutende Wirkung
Im Schuljahr 2025/26 erfährt das Projekt in der Region Hauts-de-France eine bemerkenswerte Ausweitung. 80 Teilnehmende (40 Senioren und 40 Gymnasiasten) profitieren direkt davon, verteilt auf Roubaix, Tourcoing, Lille und Amiens.
Landesweit werden dieses Jahr 550 Mentoring-Paare gebildet. Dies verdeutlicht, dass das Bedürfnis nach Anerkennung bei Senioren und die Sinnsuche junger Menschen wichtige Themen sind.



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