Fashion Green Hub und Jocelyne, von Upcycling-Schulungen bis zur Selbstständigkeit
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Im März 2022 unterstützte die Stiftung den Verein Fashion Green Hub für das Projekt „Reintegration durch textile Fertigungsberufe“. Dieses Projekt ermöglichte es Jocelyne, einer Frau über 55, von einer Ausbildung zu profitieren, die es ihr erlaubt, ihr berufliches Vorhaben zu verwirklichen.
Fashion Green Hub, der Textilverband für nachhaltige Mode.
Der 2015 gegründete Verband hat sich zum Ziel gesetzt, ethische und nachhaltige Modepraktiken mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu verbinden.
In diesem Rahmen wurde im März 2022 das Schulungsprogramm „Upcycling-Nähen“ ins Leben gerufen. Das 10-wöchige Programm umfasst praktische und theoretische Einheiten sowie ein Praktikum in der Branche. Es vermittelt den Teilnehmenden die Fertigkeiten einer Bekleidungsfachkraft. Neben der Theorie zielt die Schulung darauf ab, das Selbstvertrauen der Lernenden zu stärken. Einige waren seit Beginn der Covid-Pandemie arbeitslos, andere hatten noch nie eine Nähmaschine in der Hand; ihnen fällt es daher manchmal schwer, den Schritt zu wagen und an der Schulung teilzunehmen.
Um dies zu fördern, präsentiert jede/r Teilnehmende alle zwei Wochen ihre/seine Erfahrungen der gesamten Gruppe. So können die Teilnehmenden ihre Arbeit und ihren Karriereweg vorstellen und gleichzeitig ihre Fähigkeiten im öffentlichen Reden verbessern.
Insgesamt sind von den 28 Schulungsteilnehmenden 72 % wieder in ihren Beruf zurückgekehrt!
Jocelyne, die Auszubildende mit einem inspirierenden Projekt
Die Stiftung finanzierte die Ausbildung von Jocelyne, einer Frau über 55. Anfangs zurückhaltend, gewann sie nach und nach an Selbstvertrauen und Sicherheit in ihrer Arbeit.
Laut dem Verein war Jocelyne eine treibende Kraft und brachte Ruhe in die Gruppe.
Nach sechs Wochen Ausbildung im Fashion Green Hub absolvierte sie ein Praktikum bei D Multiple, wo sie an verschiedenen Industrienähmaschinen arbeitete. Sie konnte Upcycling-Textilaccessoires für ein lokales Unternehmen herstellen.
Nach Abschluss ihrer Upcycling-Ausbildung startet Jocelyne nun ihr eigenes Projekt. Sie möchte in den Süden ziehen, um bei ihren Kindern zu sein und sich als selbstständige Unternehmerin mit der Herstellung und dem Verkauf von Babyartikeln zu etablieren.
Gleichzeitig traf sie sich mit dem Bürgermeister, um ein Projekt für Nähaktivitäten in einem Seniorenheim vorzuschlagen. Sie hofft, den älteren Bewohnern helfen zu können.
Wir wünschen Jocelyne viel Erfolg mit ihrem Projekt. Hier ein kurzer Rückblick auf ihre Upcycling-Ausbildung (Bilder mit freundlicher Genehmigung des Vereins).




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